Rasen düngen
Mit dem richtigen Rasendünger versorgst du deine Gräser mit den passenden Nährstoffen zur richtigen Zeit, sodass dein Rasen eine dichte Grasnarbe bildet, gegen Krankheiten resistent ist und im kräftigen Grün erstrahlt. Wir erklären dir die Unterschiede zwischen den Düngerarten und wie du sie am besten anwendest.
Warum du deinen Rasen regelmäßig düngen solltest
Durch ständiges Mähen werden kontinuierlich Nährstoffe von der Rasenfläche abgetragen. Gleichzeitig kommt es durch Bewässerung auch noch zur Auswaschung von Nährstoffen. So verarmt der Boden über die Zeit und der Rasen hungert aus. Das Pflanzenwachstum wird dadurch eingeschränkt, die Rasengräser sind nicht mehr so durchsetzungsstark und Unkräuter und Moos macht sich breit.
Durch regelmäßiges Düngen bekommt der Rasen ausreichend Nahrung, um gesund und dicht zu wachsen.
Düngerarten: Mineralisch oder organisch
Es wird zwischen mineralischem und organischem Dünger unterschieden. Bei mineralischem Dünger, auch anorganischer Dünger gennant, liegen die Nährstoffe bereits in Form von Salzen vor, die von den Pflanzen quasi direkt aufgenommen werden können. Diese Dünger werden industriell hergestellt.
Organischer Dünger sind pflanzlicher oder tierischer Natur und werden z.B. aus Kompost, Hornspänen, Stallmist oder Algen hergestellt. Hier müssen die organischen Stoffe zunächst von Mikroorganismen im Boden zersetzt werden, wodurch die Nährstoffe den Pflanzen zur Verfügung gestellt werden.
Mineralischer Dünger
Vorteile
- schnelle Wirkung
- präzise Steuerung der Nährstoffarten möglich
Nachteile
- Überdüngung kann zu Pflanzenschäden und Umweltbelastung führen
- starker Regen kann Dünger ins Grundwasser auswaschen
- Herstellung des Düngers ist aufwändig und ressourcenintensiv
Organischer Dünger
Vorteile
- keine Gefahr der Überdüngung
- verbessert die Bodenqualität langfristig
- anhaltende Nährstoffzufuhr
Nachteile
- wirkt langsam und ist daher nicht gegen akuten Nährstoffmangel geeignet
- keine genaue Steuerung der Nährstoffarten möglich
- Stickstoffanteil meistens zu niedriger
Verschiedene Dünger je nach Jahreszeit
Für den Rasen sind drei Nährstoffarten maßgebend: Stickstoff, Phosphor und Kalium. Das Verhältnis, in dem diese drei Stoffe im Dünger vorliegen, wird nach ihren chemischen Elementesymbolen als NPK-Verhältnis bezeichnet. Dabei ist Stickstoff insbesondere für das Pflanzenwachstum und die Bildung von Chlorophyll zur Photosynthese verantwortlich. Phosphat ist ein essenzieller Nährstoff, der besonders zur Wurzelbildung und Energieübertragung benötigt wird. Kalium optimiert den Wasserhaushalt der Pflanzen und macht sie widerstandsfähiger gegen Krankheiten und andere äußere Einflüsse.
Rasendünger Frühjahr
Im Frühjahr wird ein stickstoffbetonter Rasendünger verwendet, wodurch das Pflanzenwachstum besonders angeregt wird. So kann der Rasen nach dem Winter gut regenerieren und kräftig nachwachsen.
Rasendünger Sommer
Im Sommer ist eine ausgeglichene Düngung empfehlenswert, die sowohl das Pflanzenwachstum fördert als auch die Rasengräser stärkt und widerstandsfähig macht. Im Sommer-Rasendünger ist daher mehr Kalium enthalten, als im Frühjahr.
Rasendünger Herbst
Im Herbst ist das Ziel, den Rasen für den Winter zu stärken. Hierfür ist besonders viel Kalium erforderlich. Der Stickstoffanteil wird dagegen reduziert, da das Pflanzenwachstum nicht mehr in dem Maße stattfindet bzw. nicht gezielt gefördert werden soll.